Ausbildung - Fortbildung - Weiterbildung System-, Paar- und Familientherapie für Ärzte und Psychologen geeignet für die Weiterbildung Psychosomatische Medizin (Paar- und Familientherapie)
Bezirksklinikum Regensburg IBP
Termine:Teil 1: 22. - 23. November 2011 Dr. med. Burkhardt- Staudigel, Eva Tillmetz Teil 2: 25. - 26. Januar 2012 Hanna Grünewald-Selig, Eva Tillmetz Teil 2: 28. - 29. Februar 2012 Dr. med. Burkhardt-Staudigel, Hanna Grünewald-Selig
Veranstaltungsleitung Dr. W. Unglaub
System-, Paar- u. Familientherapie für Ärzte und Psychologen
Wenn ein Familienmitglied erkrankt, hat dies Auswirkungen auf alle Anderen. Psychische Erkrankungen insbesondere lösen in Familien verschiedenste Ängste, Hilflosigkeit oder Verzweiflung aus. Diese Gefühle können die Familie lähmen oder für chaotische Unruhe sorgen. Jedes Familienmitglied reagiert auf seine Art und Weise: die einen kümmern sich (über)-fürsorglich, manche wenden sich wütend, anklagend und voller Unverständnis ab, andere ziehen sich - oft unbemerkt - wortlos zurück. Familien brauchen daher fachliche Unterstützung, um mit der psychischen Erkrankung eines Kindes oder Elternteils umgehen zu können.
Diese Wechselwirkung bezieht sich grundsätzlich auch auf andere Krankheiten. Niemand ist allein krank. Immer ist die Familie mitbetroffen. Die systemische Therapie bezieht möglichst viele Mitglieder eines Familiensystems mit ein, um miteinander die Krise zu meistern, nach dem Motto: Betroffene sollen Beteiligte werden. Systemische Therapie unterstützt die Familie, offen über die Vorgänge zu kommunizieren. Sie regt dazu an, Ängste und Hoffnungen sowie Bedürfnisse und Wünsche jedes Einzelnen auszusprechen. Damit wird das Selbstwertgefühl jedes Einzelnen und der gesamten Familie gestärkt und der Behandlung- serfolg des Patienten gestützt.
Sie lernen zentrale Methoden systemischer Therapie kennen und üben Sie selbst ein: Im ersten Ausbildungsblock werden zunächst die Grundlagen der systemischen Therapie erschlossen:
Setting: systemische Arbeit mit Einzelpatienten, Paaren und Familien
Trainerinnen: Dr. Burkhardt-Staudigel, E. Tillmetz Teil 2 und 3 Fallbesprechungen und Supervision:
Teil 2: Trainer: H. Grünewald-Selig, Dr. Burkhardt-Staudigel
Teil 3: H. Grünewald-Selig, E. Tillmetz
Anhand der von den TeilnehmerInnen vorbereiteten anonymisierten Fallanalysen und Genogrammen wird in praktischen Übungen ein Beratungskonzept erarbeitet, das auf das jeweilige vorgestellte Familiensystem zugeschnitten ist. Dabei werden systemische Methoden eingeübt. Besondere Beachtung findet dabei die Auftragsgestaltung und die Selbstverantwortung. Eine gute Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Familie kann eine Basis für Gesundheit und Balance in der Familie sein.
Es gilt durch die praktische Arbeit neue Perspektiven und Wege für Lösungen aus der Problematik zu entdecken und dieses in der Therapie einzusetzen. Durch die direkte Arbeit am Fall können auch konfliktreiche Fälle mit einfachen Mitteln übersichtlich erfasst werden. Hier werden die Schnittstellen zwischen Gesundheitssystem, Familie und Sozialsystemen angesprochen mit dem Ziel, Kontextsensibilität zu trainieren, bzw. die Patienten und ihre Familien auf dem Hintergrund ihrer kulturellen, sozialen und geschichtlichen Erfahrungen zu betrachten und dann entsprechende Lösungen gemeinsam mit den Patienten zu entwickeln
Systemische Therapie und Beratung hat den Vorteil, Übersicht und Struktur in Familien-, Paar- und Helfersystemen zu erkennen und weitere Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten sinnvoll einzusetzen bzw. weiter zu empfehlen.
Methoden anhand eigener vorbereiteter Fälle:
Trainerinnen:
Hanna Grünewald-Selig Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Dipl.-Soz.-päd., System- u. Familientherapeutin (DGSF), Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin (DGSF*), seit 1979 als lehrende und leitendeTherapeutin und Supervisorin tätig, Hypnotherapie n. M. H. Erickson und systemische Therapie, Leiterin und Gründerin von ISYS, Institut für Systemische Supervision in Bayern und Sachsen
Dr. med. Friederike Burkhardt-Staudigl Ärztin, Familientherapeutin, Supervisorin, Lehrtherapeutin DGSF*, arbeitet seit vielen Jahren sowohl in eigener Praxis in Nürnberg mit psychisch und somatisch Erkrankten als auch in Organisationen als Coach und Teamentwicklerin ( Mobbing-Prävention), langjährige Mitarbeiterin von ISYS.
* DGSF = Deutsche Gesellschaft für SystemischeTherapie, Beratung und Familientherapie, http://www.dgsf.org/
Eva Tillmetz Dipl.-Theologin, Paar- und Familientherapeutin und Lehrtherapeutin DGSF*, Dozentin in der Erwachsenenbildung, mit Schwerpunkt: Kommunikationstraining und Familienbildung; eigene Praxis für Partnerschafts und Familienberatung, Autorin der Bücher "Familienaufstellungen" und "Eltern werden - Partner bleiben", „Papa hat´s aber erlaubt", Gründerin des "Netz für Paare e.V." in Regensburg, langjährige Mitarbeiterin in ISYS
Dr. med. Willi Unglaub Bitte senden Sie für eine Anmeldung
per Post an: Bezirksklinikum Regensburg Dr. Willi Unglaub Universitätsstraße 84 93053 Regensburg per FAX an 0941 941 2553 per E-Mail: willi.unglaub.@medbo.de
Kosten: Alle drei Blöcke incl. Pausenver pflegung: 750.-€
Für Mitarbeiter der MedBo kann der volle Betrag übernommen werden, wenn auf eine Irsee Fortbildung verzichtet wird!
Fortbildungspunkte sind bei der Bay. Landesärztekammer beantragt
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